Schädlinge

Die Schädlinge im Überblick

  1. Nagetiere - Mäuse, Ratten
  2. Schaben - Die ungebetenen Gäste
  3. Motten - In Textilien, in Lebensmitteln
  4. Ameisen - Nützlinge in der Natur, aber ...
  5. Milben - Kaum Sichtbar aber allgegenwärtig
  6. Läuse - Kaum Sichtbar aber allgegenwärtig
  7. Käfer - Vorratsschädlinge
  8. Wespen, Hornissen - Störend und Schmerzhaft
  9. Wanzen, Flöhe - Hygiene,- und Gesundheitsschädlinge
  10. Die Untermieter - Fliegen, Mücken - Störenfriede
  11. Holzbewohner - Holzschädlinge

1. Vorrats- Hygiene- und Materialschädlinge - lästig sind sie auch

1.1.1 Hausmaus (Mus musculus)
Die Maus reift schon binnen 42 Tagen heran, das Weibchen wirft nach einer Trächtigkeit ca. 6 Junge (jährlich fast 45 Junge) Ihre Lebensdauer beträgt bis zu 2 Jahre. Ihre Wege sind durch Duftmarken gekennzeichnet. Der abgesetzte Urin und Kot riecht sehr stark und macht unsere Nahrungsmittel unbrauchbar. In den Absonderungen sind auch viele Krankheitserreger vorhanden.

Hier sehen sie eine WanderratteHier sehen sie eine Hausratte

1.2.1 Wanderratte (Rattus norvegicus)
Die Ratte hat eine Gesamtlänge bis zu 50 cm (davon 22 cm Schwanzlänge). Die Geschlechtsreife wird bereits nach 9 - 12 Wochen erreicht. Jährlich kommt es zu 2 - 7 Würfen, mit durchschnittlich 9 Jungen. Die Weibchen werden 3 – 5 mal trächtig. Die Tiere sind Allesfresser und ernähren sich vorwiegend von Abfällen. Die von Wanderratten angerichteten Schäden sind gewaltig. Sie konsumieren nicht nur Nahrungsmittel in beachtlichem Umfang, sie beschädigen alle möglichen Gegenstände und sind daneben ernsthafte Krankheitsüberträger. Bei Nahrungsmangel werden auch schwächere Artgenossen angegriffen.

1.2.2 Hausratte (Rattus rattus)
Die Hausratte ist kleiner als die Wanderratte, im Gegensatz ist der Schwanz länger. Sie werden im Alter von 68 Tagen geschlechtsreif. Das Weibchen wirft nach einer Trächtigkeit von 20 – 22 Tagen durchschnittlich 6 Junge (jährlich ca. 34 Junge). Die Hausratte wurde von der Wanderratte verdrängt und gilt bei uns als so gut wie ausgestorben. Hier sieht man anhand der Kopfform den Unterschied zwischen Wanderratte und Hausratte

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2. Schaben – die ungebetenen Gäste in unseren Küchen, im Lebensmittelunternehmen undenkbar

2.1.1 Deutsche Schabe (Blattella germanica)
Sie stellt in Europa den häufigsten Hygieneschädling in der Lebensmittelindustrie, Gastronomie, in Bäckereien, eben überall dort wo mit Lebensmittel hantiert wird, dar. Sie ist weltweit verbreitet. Werden sie erst einmal eingeschleppt, beginnen sie im Verborgenen ihre Kolonie zu gründen. Die Verschleppung und Abwanderung passiert durch Warentransporte, Umbautätigkeiten, intensive Nassreinigung aber auch durch falsche Bekämpfungsmethoden. Das Weibchen trägt ein chitinhaltiges Eipaket (Oothek Abb. 2.1.1a) mit 30 – 40 Eier am Hinterleib mit sich herum. Nach 4 – 5 Wochen wird die Oothek abgelegt und die Larven schlüpfen. Die gesamte Entwicklung dauert 2 – 3 Monate.

2.2.1 Orientalische Schaben (Blatta orientalis)
Wird meist in den Abendstunden aktiv und dann nach einer längeren Pause wieder frühmorgens. Das Eipaket ist relativ groß, enthält aber in der Regel nur 16 Eier und wird bereits nach 1 – 2 Tagen des Herumtragens abgelegt. Die Larven schlüpfen erst nach 2 – 3 Monaten und die gesamte Entwicklung ist erst nach 5 – 6 Monaten abgeschlossen.

2.3.1 Möbel-, Braunbandschabe (Supella longipalpa)
Ist ein erst in den letzten Jahren zur Bedeutung gelangter Schädling. Diese Art wird maximal 11 mm. Ohne Tragephase werden die Eipakete in Ritzen von Möbeln etc. abgelegt. Es befinden sich etwa 16 Eier in den Paketen, die nach ca. 12 Wochen schlüpfen. Die Gesamtentwicklung dauert ca. 5 – 6 Monate.

2.4.1 Amerikanische Schabe (Periplaneta americana)
Sie ist die größte bei uns vorkommende Schabe. Wegen ihrer subtropischen Herkunft entwickelt sie sich meist nur in Gewächshäusern mit ausreichend Wärme und Luftfeuchtigkeit. Das Eipaket wird etwa 1 Monat getragen und enthält ca. 14 Eier. Die Gesamtentwicklung dauert 6 – 7 Monate.

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3. Motten

Hier sehen sie verschiedene Lebensmittelmotten

In Lebensmitteln

3.1.1 Dörrobstmotte (Plodia interpunktella)
Falter Flügelspannweite 16 - 20 mm, im Ruhezustand ca. 8 mm.
Auftreten: Getreide, Futtermittel, Dörrobst; in Lagerhäusern, Silos, Mühlen und in zunehmenden Maße auch in ländlichen und städtischen Haushalten. Erkennung: Beim Getreide sind aus den Körnern nur die Keimlinge herausgefressen. Körner mit Kotballen durch Gespinste zu kleinen oder größeren Klumpen verbunden und Fraßlöcher in Dörrobst.

3.1.2 Getreidemotte (Sitotroga cerealella)
Falter Flügelspannweite 13 mm, im Ruhezustand ca. 6 mm.
Auftreten: Getreidelager; in südlichen Ländern bereits auf dem Feld am Getreide, von da eingeschleppt. Erkennung: Befallene Körner haben rundliche, an den Rändern glatte Löcher. Im Gegensatz zu anderen Motten kommt es hier zu keinem Verspinnen.

3.1.3 Speichermotte Kakao- oder Heumotte (Ephestia elutella)
Falter Flügelspannweite 17 -22 mm, im Ruhezustand 12 mm.
Auftreten: An Futtermittel, Tabak, Dörrobst, Schokoladewaren, Nahrungsmittel pflanzlicher Herkunft, Lebensmittebetriebe (Süßwarenindustrie), aber auch an Getreide (Roggen)
Erkennung: Fraßstellen an den befallenen Waren in Verbindung mit Gespinsten.

3.1.4 Mehlmotte (Ephestia kuehniella Zell.)
Falter Flügelspannweite bis 25 mm, Weibchen in Lockstellung 10 – 14 mm.
Auftreten: Mehlprodukte, besonders Weizenmehl, Grieß, Haferflocken, Nüsse, Schokolade, usw. Erkennung: Gespinstklumpen in befallener Ware, in Mahlgängen, usw.

3.1.5 Kornmotte (Nemapogo granellus L.)
Falterspannweite 10 -14 mm, im Ruhezustand 5 -6 mm
Auftreten: Getreide aller Art, getrocknete Schwämme, überlang gelagerte Vorräte, usw. Erkennung: Übliche Gespinstbildung, Fraßstellen an den Körnern, übler Geruch.

3.1.6 Mehlzünler (Pyralis farinalis L.)

In Textilien

3.2.1 Kleidermotte (Tineola bisselliella Hum.)
Flügelspannweite 14 mm, im Ruhezustand ca. 7 mm
Auftreten: In Textilien aller Art (insbesondere an Wollwaren), Bettfedern, vor allem in warmen, trockenen Wohnungen.
Erkennung: An den befallenen Stoffen unregelmäßiger, zerstreuter Lochfraß, rundliche Kotballen, die etwas heller als die befressenen Stoffe sind. 3.2.2 Pelzmotte (Tinea pellionella L.)
Flügelspannweite 15 mm, im Ruhezustand bis 9 mm.
Auftreten: Textilien, Pelzwaren, Federn. In eher feuchten und weniger beheizten Wohnungen.
Erkennung: Unregelmäßige Fraßstellen, statt Gespinströhren sind eigenartige Larvenköcher zu finden.

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4. Ameisen – Nützlinge in der Natur mehr als lästig im Betrieb und Haushalt!

Hier sehen sie eine Schwarze Gartenameise und eine Rotrückige Hausameise
Hier sehen sie eine Rossameise
Hier sehen sie eine Pharaoameise

4.1.1 Schwarze Gartenameise (Tetramorium caespitum L.)
4.1.2 Rotrückige Hausameise (Lasius emerginatus Oliv.)
4.1.3 Rossameise (Camponotus herculaneus Latr. (C. ligniperda)
Auftreten: An allen möglichen Nahrungsmittel, insbesondere in Süß und Fleischwaren; in Wohnungen, Lagerhäusern, Lebensmittelgeschäften usw.
Erkennung: “Ameisenstraße“ entlang der Sesselleisten, unter den Fensterbrettern; Nester in Holz und Mauerwerk.
Bedeutung: Ameisen werden in Häusern durch Verunreinigung der Nahrungsmittel und ihr sehr hartnäckiges Auftreten außerordentlich lästig. Ameisen sind Staatenbildende Insekten und leben in volkreichen Nestern. Die vermehrungsfähigen Weibchen (Königinnen), Männchen und die Brut bleiben im Nest, während die normalerweise fortpflanzungsfähigen „Arbeiterinnen“ auf Nahrungssuche gehen und die Nestinsassen versorgen.

4.2.1 Pharaoameise (Monomorium pharaonis L)
2 -2,5 mm / sehr Wärme liebend, Nester meist in größerer Entfernung vom Fraßort. Fraß an eiweissreichen oder süßen Lebensmitteln bzw. organischen Abfällen. In Krankenhäusern werden Krankheitskeime weit verbreitet. Gefürchtet ist sie auch in Bäckereien, Großküchen, Süßwarenbetrieben, Hallenbädern,………..

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5. Milben - Kaum sichtbar, aber allgegenwärtig!

5.1.1 Mehlmilbe (Acarus siro L.)
Auftreten: In Mahlprodukten, Getreide, Tabak,…
Erkennung: Bei Massenbefall sind die Waren wie mit einer hellen, etwas rötlichen Staubschicht überzogen.
Bedeutung: Bei Befall entstehen Verunreinigungen / Nahrungsmittel verderben / Gewichtsverlust

5.1.2 Backobstmilbe (Carpoglyphus lactis L.)
Auftreten: Süßwaren, getrocknete Früchte,..
Erkennung: Die Milben überziehen das Nährmedium, so dass diese wie mit einer beweglichen Staubschicht überzogen aussieht.
Bedeutung: Unangenehmer Geruch, Minderung des Warenwertes der Produkte.

5.1.3 Raubmilbe (Cheyletus eruditus W.)
Auftreten: In Getreide Lebensmittel Polstermöbel, Tapeten,...
Erkennung: In nächster Nähe der befallenen Gegenstände an der Wand und auf dem Boden sichtbar.
Bedeutung: Vermilbte Nahrungsmittel sind für Mensch und Tier gesundheitsschädlich. Juckreiz, Hautausschläge und andere allergische Erkrankungen können die Folge sein.

5.1.4 Taubenzecke (Argas reflexus)

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6. Läuse - Kaum sichtbar, aber allgegenwärtig!

Hier sehen sie eine Staublaus und eine Bücherlaus

6.1.1 Gemeine Staublaus (Trogium pulsatorium)
Auftreten: Bei genügend Feuchtigkeit nahezu überall. In Getreide, an Lebensmitteln, in Wohnungen an Tapeten, Büchern usw.
Erkennung: Kleine Kahlstellen oder dünn gefressene Stellen – ohne Lochbildung am Material.
Bedeutung: Der aus lebenden und toten Staubläusen bestehende Staub ist aus Mahlprodukten nicht entfernbar. In Wohnungen ist das massenhafte Auftreten außerordentlich lästig. Schimmelfresser.

6.1.2 Bücherlaus (Leposcelis divinatorius M.)
Auftreten: Gilt als häufigste, als Vorratsschädling auftretende Staublaus. Die Bücherlaus frisst oft auf Läger in Mühlen und Bäckereien in das Getreidekorn kleine Löcher und nagt den Keimling und den Mehlkörper völlig heraus. Die Nahrung ist jedoch vorwiegend Schimmel (Lepinotusarten) der sich bei einem hohen Feuchtigkeitsgehalt bildet. Daher findet man sie sehr oft in Neubauten mit Restfeuchtigkeit.

Abb.6.1.2a Schadbild an einem Buch. Die Ordnung Staubläuse umfasst auf der ganzen Welt etwa 2.600 Arten von ausnahmslos sehr geringer Körpergröße.

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7. Käfer - Vorrats,- Material,- Hygieneschädlinge aber auch Lästlinge schaden nicht nur Ihrem Image

7.1.1 Kornkäfer (Sitophilus granarius)

7.1.2 Reiskäfer (Sitophilus oryzae)

Hier sehen sie verschiedene Käferarten

7.1.3 Rotbrauner Leistenkopfplattkäfer (Cryptolestes ferrugineus Steph.)
7.1.4 Getreideschmalkäfer / Getreideplattkäfer (Oryzaephilus surinamensis L.)
7.1.5 Khaprakäfer (Trogoderma granarium)
7.1.6 Amerikanischer Reismehlkäfer (Tribolium confusium)
7.1.7 Rotbrauner Reismehlkäfer (Tribolium castaneum)
7.1.8 Getreidekapuziner (Rizopertha dominica)
7.1.9 Mehlkäfer (Tenebrio molitor)
7.1.10 Vierhornkäfer (Gnathocerus cornutus Fabr.)
7.1.11 Schwarzer Getreidenager (Tenebrioides mauretanicus L.)
Hier sehen sie Schadbilder von Käfern

Hier sehen sie einen Brotkäfer

7.2.1 Brotkäfer (Stegobium paniceum)

7.2.2 Teppichkäfer (Anthrenus scrophulariae)

Hier sehen sie einen Museumskäfer

7.2.3 Museumskäfer (Athrenus museorum)

7.3.1 Messingkäfer (Niptus holoeucus)
Ein typischer Vertreter der Diebskäfer ist der Messingkäfer, tritt meist als Lästling für den Menschen auf. Man findet ihn meist in alten Häusern. Der Messingkäfer ist ein Nachttier und tritt selten in größerer Zahl auf.

7.3.2 Kugelkäfer, Buckelkäfer (Gibbium psylloides)
Sieht wie ein Tropfen einer dunklen Flüssigkeit aus. Tritt in Wohnhäusern, vor allem in ländlichen Anwesen auf. Ist im Haushalt selten.
Beide Arten rufen bei Massenbefall bei den Hausbewohnern Unbehagen bis zu psychischen Schäden hervor.

Hier sehen sie einen Speckkäfer

7.4.1 Speckkäfer (Demestes lardarium)

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8. Wespen, Hornissen - Störend und Schmerzhaft

Hier sehen sie eine Wespe mit Nest
8.1.1 Deutsche Wespe (Paravespula germanica)
Wespen leben in einem sozialen Verband mit Geschlechtstieren und Arbeiterinnen. Sehr oft nisten Sie in der Umgebung oder im Inneren von Gebäuden. Den Winter überlebt ein befruchtetes Weibchen, das im Frühjahr die ersten Zellen baut und die ersten Arbeiterinnen aufzieht. Das Nest geht nach Herbstanbruch zugrunde, seine Bewohner sterben, nur die befruchteten Weibchen überleben.
Gilt im Haushalt als lästiges Insekt, kann aber durch ihren Stich gesundheitliche Komplikationen bereiten. Wirklich gefährlich ist ein Stich in die Zunge was bei der Nahrungsaufnahme immer wieder passiert. Sofort Arzt aufsuchen.
Vorbeugen: Fliegengitter in den Fenstern, Beseitigung von Muttertieren oder frisch angelegten Nestern.
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9. Wanzen, Flöhe - Hygiene,- und Gesundheitsschädlinge

9.1.1 Bettwanze (Cimex lectularius)
Die Bettwanze hat wieder große Bedeutung als Hygiene- wie auch als Gesundheitsschädling erlangt.
Sie leben tagsüber in Ritzen, Leitungsrohren, hinter Bildern, Bodenleisten, losen Tapeten unter Matratzen und Schränken etc. Nachts erfolgt die Einwanderung ins Bett des Menschen, aber auch in Lager von Tieren. Der in der Regel schmerzfreie Stich, kann sehr unangenehme Folgen haben.
Achtung! Wanzen werden oftmals mit dem Reisegepäck eingeschleppt.

Hier sehen sie einen Menschenfloh, Katzenflo und Hundefloh

9.2.1 Menschenfloh (Pulex irritans)
Erwachsene Flöhe ernähren sich ausschließlich vom Blut ihres Wirts, was außer dem Menschen auch Hunde, Katzen, auch andere
Haustiere oder wildlebende Säuger sein können. Der Menschenfloh lebt vorwiegend in menschlichen Behausungen.
Das Weibchen legt in 1 – 3 Monaten 400 – 500 Eier. Die ganze Entwicklung dauert je nach Jahreszeit 4 – 8 Monate. Der Menschenfloh ist ein äußerst unangenehmer Parasit, zudem kann er verschiedene Krankheiten auf den Menschen übertragen.

9.2.2 Katzenfloh (Ctenocephalides felis)
Er ist ein Hauskatzenparasit, den Mensche fällt er aber auch an. Sein Stich ist schmerzhafter als der des Menschenflohs.

9.2.3 Hundefloh (Ctenocephalides canis)
Er schmarotzt auf Hunden und sehr häufig auch auf Menschen. Er ist genauso unangenehm wie der Menschenfloh, auch die
Schutzmaßnahmen sehen ähnlich aus.

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10. Untermieter - Fliegen, Mücken - Weitere Störenfriede in unseren Betrieben und Wohnungen!

10.1.1 Silberfischchen, Zuckergast (Lepisma saccharina. L)
Auftreten: In Wohnungen Mühlen, Bäckereien,
Lagerräumen usw. an feuchten warmen Orten.
Erkennung: Nagespuren an Tapeten, Bucheinbänden, an gestärkter Wäsche; frisst an stärke- und zuckerhaltigen Produkten.
Bedeutung: Schaden meist nicht umfangreich, kann aber an wertvollen Gegenständen sehr empfindlich sein.

10.2.1 Kellerassel (porcellio scabar)
Auftreten: In Waschküchen, Keller hinter Regalen, Kisten, zwischen Kartoffelhaufen und sonstigem feuchten lagernden Material.
Schaden: Asseln können durch Fraß Obst, Gemüse und Kartoffeln schädigen, gleichfalls Holz, das mit Pilzen besetzt ist. Schäden sind eher gering. Sie haben jedoch eine Ekelwirkung auf Menschen.

Hier sehen sie eine Hausgrille
10.3.1 Hausgrille, Heimchen (Acheta domestica)
In warmen, feuchten Plätzen im Haus, unter Heizungen etc. auffindbar. Sie sind nachtaktiv, ernähren sich als Allesfresser und haben daher in Behausungen die Möglichkeit, Nahrungsreste zu vertilgen und sich zu Teil massenhaft zu vermehren. Die Fortpflanzung erfolgt ganzjährig, wobei die Männchen unterschiedliches, recht musikalisch Zirpen. Gerade dieses zirpen kann in Behausungen nervtötend auf
jeden nächtlichen Schläferwirken.

10.4.1 Fleischfliege (Sarcophaga carnaria)
Die große Fleischfliege und zahlreiche weitere Fleischfliegenarten wechseln zwischen Aas, Exkrementen und Lebensmitteln hin und her und dringen in Wohnungen sowie in Betriebe ein. So werden sie zu ernsten Krankheitsüberträgern. Ihre Larven entwickeln sich in Exkrementen, Aas, einige Arten sind Regenwurmparasiten. Unmittelbare Materialschäden richten sie nicht an, doch können Fleischfliegen fäulniserregende Mikroorganismen übertragen.

10.4.2 Stubenfliege (Musca domestica)
Die Stubenfliege ist ein typischer Vertreter der Synanthropen. Ihre Anpassungsfähigkeit erlaubt ihr nicht nur die Entwicklung in Exkrementen und Mist, sondern auch in menschlicher Nahrung und in Abfällen. Die Wärme der Ställe und menschlichen Behausungen gewährt ihr die zum Überleben notwendigen Bedingungen.

10.4.3 Tau- Essigfliege (Drosophila melanogaster)
In den Herbstmonaten erscheint sie in großer Zahl in den Wohnungen und Betrieben. Über weite Entfernung können sie gärende Pflanzenstoffe riechen und erscheinen überall dort wo Obst und Gemüse verarbeitet, Marmelade, Obstsäfte und Wein hergestellt werden.

10.4.4 Hausmücke (Culiseta annulata)
Im Gegensatz zur Stechmücke verhält sich die Hausmücke gegenüber Menschen und Vieh recht angriffslustig. Vorbeugender Schutz: Am besten und nachhaltigsten ist die Vernetzung der Fenster mit feinem Fliegengitter.

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11. Holzbewohner - Holzschädlinge! Mehr unter Holzschutz >>>>

Hier sehen sie einen Hausbockkäfer

11.1.1 Hausbockkäfer (Hylotupes bajulus)

11.1.2 Nagekäfer (Anobium punktatum)

Hier sehen sie einen Rothalsbock

11.1.3 Rothalsbock (Leptura rubra)

11.1.4 Mulmbockkäfer (Ergates faber)

Hier sehen sie einen Totenuhrkäfer

11.1.5 Totenuhr (Xestobium rufovillosum)

11.1.6 Veränderlicher Scheibenbock (Phymatoder testaceus)

Hier sehen sie einen Blauen Scheibenbock

11.1.7 Blauer Scheibenbock (Callidium violaceum)

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Auf dem Weg vom Erzeuger zum Verbraucher hat der Vorratsschutz eine wichtige Aufgabe zu erfüllen. Die Reihe der Schädlinge ließe sich noch lange weiterführen. Zwischen Hygiene-, Material-, Gesundheitsschädlingen und Lästlingen sind oftmals keine Grenzen zu setzen. Viele Unternehmen brauchen schon alleine wegen Audit`s oder Kontrollen durch das Lebensmittelinspektorat professionelle Unterstützung in der Umsetzung der Hygienerichlinien.
Im Privaten Haushalt werden oftmals Präparate (Gifte) gegen allerlei Insekten und Nager eingesetzt und der Professionist erst dann gerufen wenn Befall nicht erfolgreich bekämpft werden kann.
Nutzen Sie unsere kostenlosen Inspektionen und den Schädlingserkennungsdienst:
Schicken Sie uns ein Foto oder noch besser ein Original der vorgefundenen Käfer. Wir besuchen Sie gerne kostenlos und unverbindlich auf ein Beratungsgespräch. In den meisten Fällen ist eine Bekämpfungsmaßnahme nicht erforderlich.